Minecraft-Workshop: Zukunftsideen für den Harthof

Wie sehen Orte aus, an denen sich junge Menschen gerne aufhalten? Was fehlt in ihrem Stadtteil – und wie könnte man ihn lebenswerter, kreativer machen?

Bolzplatz und Asia-Shop in Minecraft

Workshop im Rahmen der Umweltprojektwoche an der Realschule im Harthof

Ausgehend von ihrem eigenen Blick auf den Münchner Stadtteil Harthof entwickelten die Teilnehmenden Ideen für Orte, die ihnen im Alltag wichtig sind: Treffpunkte, Freizeitflächen, Kulturräume und neue Angebote für Kinder und Jugendliche. Mithilfe von Minecraft wurden diese Vorstellungen anschließend gemeinsam geplant, gestaltet und als digitale Modelle umgesetzt.
Der Workshop verband kreative Medienarbeit mit Beteiligung, Teamarbeit und Stadtteilbezug. Die Schüler:innen arbeiteten in kleinen Gruppen, tauschten ihre Ideen aus, entwickelten gemeinsame Konzepte und präsentierten ihre Ergebnisse am Ende des Projekts. Dabei standen nicht nur technisches Können und Gestaltung im Vordergrund, sondern auch die Frage, wie junge Menschen ihren Sozialraum wahrnehmen und aktiv mitdenken können.

Die im Workshop entwickelten Ideen spiegelten unterschiedliche Interessen und Bedürfnisse der Teilnehmenden wider. Eine Gruppe entwarf ein Musikhaus als offenen Ort, an dem junge Menschen Instrumente kostenlos ausprobieren, gemeinsam musizieren, proben und voneinander lernen können. Eine weitere Gruppe setzte sich für mehr sportliche Freizeitmöglichkeiten im Stadtteil ein und plante einen Fußballkäfig als niedrigschwelligen Bewegungs- und Begegnungsort. Eine dritte Gruppe griff das Thema Nahversorgung und Aufenthaltsqualität auf: Aus ihrer Sicht fehlen im Harthof attraktive und bezahlbare Essensangebote für junge Menschen. Deshalb konzipierten sie einen Asia-Imbiss, der insbesondere für Schüler:innen gut erreichbar und erschwinglich sein soll.

Der Workshop zeigte, wie digitale Medien als Werkzeug für kreative Beteiligung und niedrigschwellige Auseinandersetzung mit dem eigenen Lebensumfeld genutzt werden können – und wie viel Potenzial in den Ideen junger Menschen für die Gestaltung ihres Stadtteils steckt.